Header

 

Im Herbst 2007 haben sich auf Initiative des Seniorenbüros verschiedene Wohnprojekte aus dem Raum Freiburg zusammengefunden, um sich auszutauschen und ihre gemeinsamen Ziele zu verfolgen. Dazu gehört vor allem Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Stadt, um die Rahmenbedingungen für Wohnprojekte in Freiburg zu verbessern. Mittlerweile haben sich auf diese Weise neun Projekte vernetzt – und das sind noch lange nicht alle Initiativen in Freiburg.

 

Wenngleich jede Gruppe unterschiedliche Schwerpunkte hat, so sind bestimmte Grundzüge doch allen gemein. Die Wohnprojekte streben alle ein eigenständiges Wohnen in individuellen Wohneinheiten unter einem Dach an, gemeinsam genutzte Flächen - wie etwa Garten, Werkstatt, Waschküche, Gästezimmer oder auch Bewegungsräume– bilden die Basis für Begegnung und Austausch und verringern gleichzeitig den individuellen Flächenbedarf. Auch das Eingebundensein ins Quartier ist allen wichtig: Besonders im Alter sind kurze Wege zur täglichen Versorgung und guter Anschluss ans öffentliche Verkehrsnetz unentbehrlich.

 

Gemeinschaftliches Wohnen basiert auf Solidarität und Toleranz und fördert ein achtsames Miteinander. Die Bewohner wollen in ihren Projekten selbstbestimmt und in Eigenverantwortung leben und alt werden. Diese Einbindung in die Gemeinschaft ermöglicht es, möglichst lange in vertrauter Umgebung wohnen zu bleiben, unterstützt durch einen Pflegemix aus Nachbarn, Freunden, Familie und ambulanter Betreuung. Nicht zuletzt schafft ein Wohnprojekt Lebenserleichterung durch gegenseitige Hilfe im Alltag – nicht nur für die alternden Mitbewohner, sondern auch für junge Familien mit Kindern oder pflegende Angehörige

 

Die meisten Projekte sehen das Mehrgenerationenwohnen als die beste Grundlage, um diese Vorstellungen dauerhaft zu erfüllen. Viele sehen das Wohnprojekt als ihre Wahlfamilie, die ein lebendiges Miteinander erlaubt und damit die Lebensqualität innerhalb sowie auch außerhalb des Projekts erhöht. Damit sind Wohnprojekte ein nachhaltiger und zukunftsorienter Ansatz, um dem demographischen Wandel kreativ entgegenzutreten.